Längst kein Exote mehr
Mehr als 1 Milliarde Menschen sprechen Chinesisch als Muttersprache. Chinesisch ist die meist gesprochene Sprache der Welt. Sie ist eine der Amtssprachen der UNO und für viele nicht chinesische Nationalitäten in China und im asiatischen Raum im Geschäftsverkehr untereinander ein unentbehrliches Verständigungsmittel. Die chinesischen Schriftzeichen sind das schriftliche Kommunikationsmittel aller Chinesen und das literarische Medium einer der bedeutendsten und ältesten Kulturen der Menschheit. Die chinesische Literatur ist eine der reichsten der Welt mit der längsten ungebrochenen sprachlichen Tradition.
Funktion und Ästhetik der Zeichenschrift unterscheiden sich grundlegend von alphabetischen Schriftsystemen. Grammatik und Tonalität der Sprache bieten zahlreiche Möglichkeiten der Kontrastierung mit westlichen Sprachen. Das Erlernen der chinesischen Sprache im betriebswirtschaftlichen Studium wird somit bestimmt durch die Differenzierungen zur Muttersprache und weiteren europäischen Sprachen, die sonst noch im Studium erarbeitet werden. Die Besonderheiten des Chinesischen bedingen die Schwierigkeiten, aber auch den Reiz des Lernprozesses.
Im Chinesischunterricht wird die den Han-Chinesen als Verkehrssprache dienende und im öffentlichen Leben verbindliche Standardsprache Putonghuà gelehrt. Auf die Tatsache, dass das Chinesische eine Vielzahl von Dialekten aufweist und dass die nationalen Minderheiten im Vielvölkerstaat China ihre eigenen Idiome gebrauchen, kann im Rahmen des zweijährigen Sprachlehrgangs nur hingewiesen werden. Das äußerlich auffälligste Merkmal der chinesischen Sprache ist die Schrift, die die Verständigung in ganz China über alle Dialekte hinweg ermöglicht. Ziel des Chinesischunterrichts ist es, in der Progression des Spracherwerbs die kommunikative Kompetenz der Studierenden in der Anwendung der Standardsprache und der Zeichenschrift zu entwickeln.